+RL-Nord: 1.FC Germania vs. SC Weiche Flensburg 08 am Sa., 16.12. um 14.00h+      ++RL-Nord: JFV CL (U19) vs. Blumenthaler SV am Sa., 16.12. um 14.00h++

Historie des 1.FC Germania Egestorf/ Langreder

16. März 2001: Die Fußballsparten aus Egestorf und Langreder schließen sich zum 1. FC Germania Egestorf/ Langreder zusammen

–TSV Egestorf und TSV Langreder erzielen im letzten Punktspiel jeweils ein 3:3 -

Am Montag, den 19. März 2001, machte die Deister-Leine-Zeitung auf ihrem Titelblatt mit vier Sportthemen auf. Neben Michael Schumacher, der den Großen Preis von Malaysia gewonnen hatte, sowie aktuellen Meldungen aus der 1. Bundesliga („Kaiserslautern 2:1 in Bremen) und vom Skispringen („Schmitt gewinnt Skiflug-Weltcup“) war es eine Nachricht aus der Rubrik Lokalsport, die den Sprung auf Seite 1 schaffte. „FC Germania startet am 1. Juli“, lautete die Überschrift zu einem Foto, auf dem vier Männer vor der originalen Germania-Fahne aus dem Jahre 1914 stehen. Es sind der Präsident Erwin Struß sowie die Vizepräsidenten Wolfgang Fedderke, Lothar Lürsen und Bernd Reichert.

Drei Tage zuvor, am 16. März, hatten rund 70 Mitglieder den ersten reinen Fußballverein in der Geschichte der Stadt Barsinghausen ins Leben gerufen. Sein Name: 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Unisono sprachen die Präsidenten der beiden Muttervereine, Dr. Wolf-Kersten Baumann (TSV Egestorf) und Bernd-Otto Kossatz (TSV Langreder), von einem „historischen Tag“.

Zu den Ehrengästen, die vom stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Barsinghausen, Reinhard Zech, angeführt wurden, zählte u.a. auch der Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes Karl Rothmund, der seit Jahrzehnten Mitglied im TSV Langreder ist. Angesichts der demografischen Entwicklung, die damals noch nicht in aller Munde war, erkannte er früh die Zeichen der Zeit, sportliche Stärke (Langreder) und Substanz im Nachwuchsbereich (Egestorf) zusammenzuführen. Denn zum Zeitpunkt der Vereinsgründung des 1. FC Germania verfügte der TSV aus dem kleinen Langreder nur noch über zwei Nachwuchsmannschaften, während die Turn- und Sportvereinigung aus dem zweitgrößten Barsinghäuser Stadtteil in allen Jugend-Altersklassen mehrfach besetzt war. Doch eben immer wieder ihre größten Talente an die Nachbarvereine verlor, da die Perspektive im Herrenbereich fehlte. Denn Egestorf konnte nie wieder an die Blütezeit der 50er Jahre anknüpfen und pendelte zumeist zwischen Kreisliga und Kreisklasse hin und her.

Zum ersten Präsidenten des neuen Vereins wurde der damals 65-jährige Egestorfer Geschäftsmann Erwin Struß gewählt. Bis zur A-Jugend hatte Struß einst selbst für die Turn- und Sportvereinigung die Stiefel geschnürt, war später jahrzehntelanges Mitglied in der Tennisabteilung und erwarb sich viele Sympathien als Förderer des örtlichen Frauenfußballs. Da er aber auch zu den Gönnern des TSV Langreder zählte, genoss Struß in beiden Lagern den Status des Wunschkandidaten.

Zum 1. Juli 2001 nahm der 1. FC Germania den Spielbetrieb auf. Bemerkenswert ist, dass im Bereich der ersten Herrenmannschaften beide Vorgängervereine ihr letztes Punktspiel 3:3 bestritten. Am 10. Juni erzielte Helge Kristeleit alle Treffer des Bezirksligisten TSV Langreder gegen TuS Syke. Zeitgleich markierten Peter Rasche (42. Minute), Andreas Nicolai (45.) und Tony Schröter (83.) in Goltern die letzten Pflichtspieltreffer in der Fußballgeschichte der Turn- und Sportvereinigung Egestorf (damals Kreisliga).

Zwei Jahre später wurde in beiden Barsinghäuser Ortsteilen, die drei Kilometer auseinander liegen, gejubelt: In der „Hitzeschlacht von Landesbergen“ sicherte sich der 1. FC Germania am letzten Spieltag der Saison 2002/03 mit einem glücklichen 2:2 Unentschieden die Vizemeisterschaft in der Bezirksliga und stieg in die höchste Spielklasse des NFV-Bezirks Hannover, die Landesliga, auf. Vater des Erfolgs war Trainer Bernd Dierßen.

Aufstieg in die höchste Spielklasse Niedersachsens – Der Verein entwickelt sich zur Nummer drei hinter Hannover 96 und Havelse in der Region Hannover

…An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
Wünsch ich mir Unendlichkeit…

Als der Schiedsrichter am 6. Mai 2012 die Partie zwischen dem 1. FC Germania und dem SV Ramlingen/Ehlershausen abpfiff, erklangen die „Toten Hosen“. Zur Musik der Düsseldorfer Kultband feierten die Spieler mit ihrem Anhang den größten Triumph in der Vereinsgeschichte des Fußballs in Egestorf und Langreder. Mit dem 2:1-Erfolg hatte die Elf bereits fünf (!) Spieltage vor Saisonende ihr Landesliga-Meisterstück perfekt gemacht. Damit ist die Stadt Barsinghausen erstmals in ihrer Historie in der höchsten Fußball-Spielklasse des Landes Niedersachsen, der Oberliga, vertreten.

Die Meistersaison 2011/12 war eine Saison der Superlative. Wie ein Tornado fegte der 1. FC Germania, mit vielen Talenten aus den eigenen Vereinen und der Region, von Beginn an durchs Feld der 17 Teams. Die ersten drei Spiele gegen Schliekum (6:0), Halvestorf/Herkendorf (6:1) und in Wettbergen (5:0) wurden mit Kantersiegen beendet. Da auch die folgenden sieben Partien gewonnen wurden, stellte Egestorf/Langreder einen Startrekord von elf Siegen auf. Insgesamt ließ die Mannschaft der Spielertrainer Markus Küpper und Jan Zimmermann in der Hinserie nur vier Punkte liegen (0:2 Burgdorf, 1:1 Ramlingen/Ehlershausen) und lag zu Beginn der Winterpause mit einer Bilanz von 57:13 Toren und 43 Punkten vorn. Allein der SV Bavenstedt, der zu diesem Zeitpunkt vier Zähler zurücklag, konnte folgen. Der Rest – bereits zu diesem Zeitpunkt – weit abgeschlagen.

In der Rückrunde nahm die Dominanz des 1. FC sogar noch zu. Da Bavenstedt zu Beginn des Kalenderjahres gewaltig ins Stolpern geriet und unerwartet viele Punkte abgab, zog Germania nunmehr einsam an der Spitze seine Kreise. Insgesamt beendete Egestorf/Langreder die Spielzeit mit der herausragenden Bilanz von 27 Siegen, zwei Unentschieden und nur drei Niederlagen. Im Ziel hatte die Mannschaft einen Vorsprung von 14 (!) Punkten auf Burgdorf und Bavenstedt. Und: Am letzten Spieltag knackte Germania in Uchte (4:1) die 100-Tore-Marke. Den 100. und letzten Saisontreffer erzielte natürlich Thoben Schierholz, der sich mit 30 Toren zudem die Torjägerkrone der Landesliga aufsetzte.

Bereits vor der Meistersaison zählte der 1. FC Germania Egestorf/Langreder zum Fußball-Establishment des NFV-Bezirks Hannover. Seit dem Landesliga-Aufstieg 2003 erreichte der Verein zwei Vizemeisterschaften (2008, 2010), je einmal die Plätze vier (2011) und fünf (2005) sowie drei Mal Rang sechs (2004, 2006, 2007). Nur ein einziges Mal reichte es nicht zu einem Platz in den Top-Ten. Und zwar in der Saison 2008/09, als unüberbrückbare Differenzen zur Trennung von Coach Franz Genschick führten und auch danach keine Ruhe auf dem Trainerstuhl einkehrte.

Zur Saison 2009/10 übernahm Markus Küpper das Zepter. Der ehemalige Zweitligaspieler von Eintracht Braunschweig hatte bereits 2007/08 für Germania gespielt und führte den Klub als Spielertrainer wieder in ruhigere und erfolgreichere Gefilde. Der Lohn waren die Plätze zwei und vier. Im Sommer 2011 gelang Egestorf/Langreder die Verpflichtung des einstigen Jugend- und Juniorennationalspielers Jan Zimmermann, der seine Wurzeln in Langreder hat und u.a. einmal Kapitän beim Regionalligisten TSV Havelse war. Mit dem Duo Küpper/Zimmermann an der Seitenlinie und auf dem Feld gelang schließlich 2012 der ganz große Coup.

Wichtigster Ansprechpartner der beiden ist Jan Baßler. Der Jurist und frühere Spieler von Hannover 96, der seit der ersten Landesliga-Saison dabei ist, ist ein Pfeiler der Mannschaft. Keine Frage: Die jüngere Entwicklung des 1. FC Germania wäre ohne ihn nicht möglich gewesen.

Der 1. FC Germania Egestorf/ Langreder hat(te) sich, nimmt man den Verlauf der letzten Oberliga-Spielzeiten hinzu, in der Region Hannover zur Nummer drei hinter Hannover 96 und dem TSV Havelse entwickelt.

Die hiesige Stadtmeisterschaft ("Tag des Fußballs") konnte seit der Vereinsgründung im Jahr 2001 insgesamt 7x in den Jahren 2001, 2004, 2008, 2009, 2011, 2012 und 2013 von der 1. Herren gewonnen sowie gefeiert werden.

Wer hätte dies zu Beginn der 80er/90er Jahre gedacht?

Der Verein entwickelt sich positiv weiter

Mit seinen 5 Herren-, 1 Frauen- und 14 Jugend-Mannschaften (ab der D-Jugend als Spielgemeinschaft mit dem TSV Goltern) gehörte der 1.FC Germania Egestorf/Langreder in der Saison 2013/14 zu den mannschaftsstärksten Vereinen in der Region Hannover.

Viel Freude bereitete neben der Oberliga-Mannschaft, die am Ende der Saison auf einem sehenswerten 5. Platz landete, vor allem auch die 2. und 3. Herrenmannschaft sowie die inzwischen florierende Jugendabteilung, die mit der A- und B-Jugend bereits im Bezirk auf Torejagd ging.

Die Saison war noch nicht zu Ende und schon war neben den Aufstiegen der 3. Herren in die 2. Kreisklasse, der A-Jugend in die Niedersachsenliga sowie der B-Jugend in die Landesliga Hannover ein weiterer wichtiger Erfolg zu verzeichnen: Am 14. Mai 2014 wurde mit dem 1.FC Wennigser Mark, dem TSV Goltern, dem TV Jahn Leveste und unserer Germania der neue "Jugendförderverein Calenberger Land e. V." für die Altersklassen D- bis A-Junioren gegründet. Der 1. Vorsitzende des JFV CL ist der langjährige GEL-Jugendleiter Holger Giese, ohne den dieses Projekt nicht hätte gestemmt werden können.

Germania und JFV CL- Quo vadis?

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